Roadtrip Kroatien – Barolo, Italien

So viele Leut‘ reden seit Jahren von Ferien im Balkan. All die vom Krieg gebeutelten Länder seien Perlen die es zu entdecken gäbe. Viele, gerade ältere Semester kennen die Region als Ferienregion aus alten Zeiten. Für uns ist es deshalb eine Region die wir gern mit eigenen Augen kennenlernen wollen und so entscheiden wir uns den Sommerurlaub in Kroatien zu verbringen.

Die erste Etappe führt uns an München vorbei nach Salzburg wo wir uns für den Abend mit Freunden verabreden. Tobi und Katharina zeigen uns etwas von Salzburg und wir verbringen einen schönen Abend mit leckerem Österreicher Abendessen in der schicken Stadt.

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Für die eine Nacht der Durchreise hatten wir uns gleich oberhalb Salzburg auf dem Panorama Camping einen Platz gesucht der für die Durchreise auch völlig ausreichte.

Weiter führt uns die Reise in den Süden nach Kroatien. Am Vorabend haben wir uns die Karte etwas angeschaut und uns festgelegt im Norden des Landes zu bleiben. Wir wollen auch mal einige Tage am Stück wo bleiben und nicht die Hälfte des Urlaubs auf der Strasse verbringen. So ist erstmal der Plan.

Wir entscheiden uns für die Insel Krk und fahren von Salzburg hinunter, vorbei an Kärnten, durch Slowenien bis nach Kroatien.

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Die hohe Gebühr der Slowenischen Autobahnvignette  von 30 EUR für 7 Tage hat uns etwas überrascht. Für die Rückfahrt merken wir uns vor auf die Slowenische Autobahn zu verzichten.

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Auf der Insel Krk angekommen stellen wir fest, dass hier bereits Hochsaison ist und durch den Urlaub vieler Deutschen Bundesländer beinah alle Plätze belegt sind. Glücklicherweise finden wir eine Ecke auf dem Krk Camping Resort wo wir uns rasch wohlfühlen.

Der Campingplatz, eigentlich ein Camping Resort bietet allerlei für Aktivitäten für beinah jeden Typ Urlauber.

  • Strandlage für Fussgänger, Sportler, Sonnenanbeter und Camper,
  • Fussweg direkt in den Ort „Krk“,
  • Tankstelle gleich in der Nähe vor dem Camping,
  • Eigene kleine Einkaufsmeile mit Bäcker für frische Brötchen,
  • Grosses Restaurant,
  • Grosszügige, schöne sanitäre Einrichtungen mit Sicht aufs Meer,
  • Plätze etwas zurückgezogen und welche direkt am Meer,
  • Bungalows für Nicht-Camper,
  • kostenlose Kroatisch Sprachkurse in Kleingruppen,
  • eigener Pool für gross und klein,
  • Strandbar,
  • etc. etc.

Der Küste nach, vorbei an wunderschönen Stränden und kleinen Buchten führt der Fussweg vom Camping direkt in den wunderschönen Ort „Krk“. Auch mit dem Fahrrad über den Strassenweg kein Problem dorthin zu gelangen.

Überall auf der Insel gibt es unwege Schotterwege über Stock und Stein die zum Biken einladen. Vorher oder danach lädt die Küste mit ihrem glasklaren Wasser zur Erfrischung ein.

Während unseres Aufenthalts ist die Überraschung perfekt als wir frühmorgens beim Abwasch auf meinen Österreicher Arbeitskollegen Marcus und seine Familie treffen. Sein Kollege Tobi hat uns in Salzburg schon gesagt, dass er in  Kroatien unterwegs ist. Ihn dann hier beim Abwasch anzutreffen hat uns beide ziemlich überrascht. So lassen wir es uns auch nicht nehmen, abends darauf anzustossen und uns ein wenig auszutauschen.

Die wunderschöne Lage, das reine Meer, das Wetterglück, der mediterrane Geruch von Meer und Nadelbäumen in der Luft lassen uns das hier und jetzt geniessen.

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Das Essen was wir in Krk auswärts, wie auch im Camping Restaurant gegessen haben war jederzeit köstlich und frisch. Wir uns es nicht aber nicht nehmen ab und an selbst zu kochen und das selbstzubereitete Essen draussen auf der eigenen Terrasse zu geniessen.

Nach den ersten Tagen möchten wir gerne etwas mehr von Kroatien sehen und informieren uns am Vorabend über die Möglichkeiten uns weiter zu bewegen. So ist die nächste Etappe der Weg auf die Insel Cres.

Von der Insel Krk nehmen wir die Fähre von Valbiska (Krk) nach Merag (Cres), die uns völlig unkompliziert und preiswert nach Cres überführt.

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In Cres angekommen durchfahren wir die ganze Insel vom Norden bis in den untersten Zipfel hinunter und suchen uns ein Plätzchen in Mali Lošinj.

Auf dem Camping Poljana werden wir fündig und finden ein schattiges Plätzchen, nahe an einer Bucht am Meer gelegen. Der Camping hat seine eigene kleine Badebucht wo man gut aneinander vorbeikommt und jeder sein Sonnen-, und Badeplatz bekommt. Von hier ist man mit dem Fahrrad in 15min. im Städtchen. Wer’s wilder mag, kann auch auf alten Trampelpfaden dem Meer nach über lose Schotterwege mit scharfem Geröll biken.

Mali Lošinj erscheint uns sehr touristisch, ist vom Hafen geprägt und man findet da dutzende Restaurants und Bars wo man sich prima verpflegen kann. Man kann auch schön das Städtchen hinauf gehen und sich die Gegend vom Gipfel des Städtchens ansehen. Der Ort ist klein und mediterran geprägt – uns gefällt es hier.

Aufgrund des aufziehenden schlechten Wetters konsultieren wir die Wetterapps der Region und sehen, dass sie für die nächsten Tage kein Ferienwetter vorhersehen. Wir wollen unsere Ferientage aber eigentlich bei schönem Wetter geniessen und ziehen gegen Nordwesten nach Istrien in den Nordwesten Kroatiens.

Dort in „Pula“ ist das Wetter aktuell noch besser und wir suchen uns einen Platz auf einem der wenigen Campingplätze in Pula, dem Camping Stoja.

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Von diesem Platz gibt es regelmässige Busverbindungen die ins Stadtzentrum führen. Die Stadt lädt zum flanieren durch die Gassen ein und erzählt von der Geschichte des alten Ortes.

Seit 2014 findet jeden Abend zur vollen Stunde das Lichtspiel der „leuchtenden Giganten -Svjetleci divovi“ in der Uljanik Werft statt.

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Bevor wir weiterreisen füllen wir in Pula im Supermarkt unsere Vorräte nochmals auf. Danach geht es weiter nördlich nach Vrsar auf den Camping Porto Sole.

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Dort angekommen finden wir erneut ein Plätzchen wo wir es uns am Wasser gemütlich machen können. Die letzten Sonnenstrahlen lassen uns den Tag beim Abendessen gediegen ausklingen.

Später am Abend reicht es dann noch für einen schönen Spaziergang ins Dorf Vrsar wo wir uns ein Gelati auf die Hand gönnen.

Am nächsten Tag gehts bei aufziehenden Wolken die andere Seite des Landabschnitts Richtung Limski Kanal und als der Regen nun definitiv auch in Istrien ankommt, gehts zurück Richtung Sprinter um die Pläne für die nächsten Tage zu schmieden. Wohin nun?

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Die Wetterkarten der nächsten 14 Tage sagen für Kroatien nun alle Regen voraus. Sonnenschein gibts erst wieder Richtung in Frankreich, West-, und Süditalien. So fällt es uns nicht schwer uns am nächsten Tag Richtung Italien aufzumachen und visieren die bekannte Weinregion Barolo als nächstes Ziel an.

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Als wir am Morgen früh losfahren, überraschen uns stellenweise 20cm tiefe, riesige, vom Erdreich rot gefärbte Wasserpfützen auf den Strassen ganz Istrien hindurch. Der Regen hat unwahrscheinlich gewütet. Erst weiter nördlich vor Slowenien beruhigt sich das Wetter langsam wieder.

Slowenien durchfahren wir über Land ganz ohne Autobahn. Die Slowenische Grenze passieren wir auf der E751 bei Dragonja, fahren über Koper, nehmen dort anstelle der Autobahn H5 die Landstrasse 741 und erreichen Italien inklusive dem Kuna/EUR Rückwechseln an der Grenze innerhalb von 45 – 60 Minuten über die grüne Grenze bei Belpioggio/Muggia südlich vor Triest.

Zum Vergleich: Hätten wir die Autobahn benutzt, hätten wir für 10 Minuten kürzerer Fahrzeit 30 EUR Autobahngebühr bezahlt. Das ist es uns beiden nicht wert.

Nach Triest sehen wir das Ortsschild Prosecco. Da der bekannte Prosecco aus dieser Region stammt, wollen wir das gerne anschauen und fahren ins Dorf hinein. Zu dem Zeitpunkt hat es aber wenig Leben im Ort und wir halten nur kurz um zu Frühstücken.

Weiter auf 3/4 Strecke bei Alessandria wird das Wetter immer besser und an Asti und Alba vorbei erreichen wir nach rund 10 Stunden Reise die riesigen Weinanbaugebiete des Barolo.

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Bei Barolo gibt es nur wenige offizielle Plätze sich hinzustellen. Wir haben uns einen Platz gefunden mitten in den Weinreben im Agricampeggio Cascina Ballarin.

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In den nächsten Tagen erkunden wir mit dem Fahrrad die Gegend in und rund um „La Morra“. Die Strassen den vielen Hügeln entlang werden durch zahlreiche Rennradfahrer genutzt. Mit dem Mountainbike fühl ich mich hier fehl am Platz.

In „La Morra“ lässt es sich schön spazieren und oben auf dem Dorfplatz gleich beim Schulhaus gibt es einen fantastischen Aussichtspunkt der über das ganze Gebiet blicken lässt.

Von La Morra aus fahren wir hinunter ins tiefer gelegene und sehr überschaubare Dorf „Barolo“. Wen es wirklich interessiert und welchen die sich aus lauter Langeweile beschäftigen wollen, für die gibt es in Barolo nebst gastronomischer Freuden ein Wein Museum und ein Korkenzieher Museum zu besichtigen.

Alleine schon wegen ihrer herausstechenden Farben ist ein Besuch der Cappella del Barolo ganz nett. Vom Tal hinauf ist die Strecke mit dem Fahrrad ziemlich anspruchsvoll. Nicht nur wegen Steigung, sondern auch wegen hinterherspringender Hunde. 🙂

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Nach der Erkundung von Barolo und La Morra ziehen wir etwas zurück in den Ort „Alba“, in die Stadt der Trüffel wo wir auf dem Camping Alba Village unseren letzten Platz während diesem Urlaub beziehen. Wir erkunden die Stadt mit Fahrrad und zu Fuss, shoppen, essen und trinken und geniessen die letzten Stunden in Italien.

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Nach zwei letzten Nächten in Alba geht es vorbei an Mailand, via San Bernardino und das Rheintal hinauf wieder nach Hause.

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Dieser Urlaub war wieder ein schöner Mix zwischen Ferien und Reisen. Nebst der gesuchten Entspannung haben wir viel neues entdeckt.

Die Vorzüge eines Campervans in der Grösse eines Sprinters haben sich nach unserem ersten Urlaub an der Nordsee von vergangenen Ostern auch hier im Süden erneut und sehr deutlich herauskristalisiert. Wir werden die Reise mit all den schönen Begegnungen und Erlebnissen nicht vergessen.

Schön war es! 🙂

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